Mischmaschine
Dieser Mischer dient zum gleichmäßigen Vermischen von zwei oder mehr pulverförmigen/granulatförmigen Materialien. In der Kapselherstellung gewährleistet er die Homogenität der Pulverkomponenten vor der Befüllung. Gängige Typen sind der konische Doppelhelixmischer (der durch die Rotation der Helix Konvektion, Scherung und andere kombinierte Bewegungen erzeugt und so eine hohe Mischleistung und weniger tote Winkel erzielt) und der horizontale Schneckenbandmischer. Die Auswahl richtet sich hauptsächlich nach der Fließfähigkeit, den Mischungsverhältnissen und der Temperaturempfindlichkeit der Materialien.
Kapselfüllmaschine
Dies ist die Kernanlage für die Kapselproduktion. Sie ist verantwortlich für das Sortieren der leeren Kapseln, das Abtrennen der Kapselunterteile, das Befüllen mit Pulver/Partikeln und das Verschließen. Je nach Automatisierungsgrad unterscheidet man manuelle, halbautomatische und vollautomatische Anlagen. Gängige vollautomatische Modelle unterscheiden sich hinsichtlich des Befüllprinzips: Stopfenbefüllung (präzise Dosierung, hohe Anpassungsfähigkeit), Kompaktierungsbefüllung (geeignet für hohe Dosierungen), Scheibenbefüllung (abhängig von der Fließfähigkeit des Materials) und Schneckenbefüllung (drehzahlabhängig). Kommerzielle Hochgeschwindigkeitsmaschinen verwenden üblicherweise kapselunabhängige Messscheiben oder -lehren für die quantitative Befüllung.
Kapselsortier- und Poliermaschine
Das Verfahren dient hauptsächlich dazu, an der Kapseloberfläche anhaftendes Arzneimittelpulver zu entfernen und sie zu glätten. Es ist zudem ein wichtiger Bestandteil der Qualitätskontrolle. Das Grundprinzip beruht auf der Nutzung der durch die Rotation der Bürste und der Kapsel erzeugten Reibung in Kombination mit einem Staubsauger zur Staubentfernung. Moderne Modelle der mittleren bis oberen Preisklasse (z. B. Poliermaschinen mit Abfallentsorgungsfunktion) können zusätzlich Unterdruck- oder Siebmechanismen einsetzen, um während des Polierprozesses automatisch ungeeignete Kapseln mit leeren Hüllen, geringer Füllung, Bruchstücken oder abgelöstem Kapselunterteil auszusortieren. Dadurch wird ein kombiniertes Polieren und Sieben erreicht. Die mit dem Arzneimittel in Berührung kommenden Teile müssen in der Regel aus korrosionsbeständigen Materialien wie Edelstahl gefertigt sein und den GMP-Anforderungen entsprechen.
Elektronische Zählmaschine
Diese Zählmaschinen dienen der präzisen Zählung und Verpackung von Kapseln, Tabletten oder Granulaten in Flaschen. Die gängigste Technologie basiert auf fotoelektrischer Sensorik: Beim Herabfallen von Partikeln wird der Infrarotstrahl unterbrochen, wodurch elektrische Impulssignale erzeugt werden. Das System zählt die Anzahl der Impulse, um den Zählvorgang abzuschließen. Hochwertige optische Zählmaschinen verwenden Hochgeschwindigkeitskameras, um Fotos aufzunehmen, die Bilder zu analysieren und auszuzählen. Sie können zudem fehlerhafte Produkte erkennen. Zu den wichtigsten Leistungsindikatoren gehören die Zählgenauigkeit (moderne fotoelektrische Systeme erreichen eine Genauigkeit von über 99,95 %) und die Geschwindigkeit. Für den Einsatz in pharmazeutischen Umgebungen ist außerdem eine Unempfindlichkeit gegenüber Staub erforderlich.